§ 137a SGB V –
für eine bessere
Versorgung der
Patienten
Knieendoprothesenversorgung
Auftrag zur Entwicklung eines Qualitätssicherungsverfahrens
Auftrag: Die Entwicklung von Qualitätsindikatoren, Instrumenten und der damit verbundenen Dokumentation als Grundlage eines Qualitätssicherungsverfahrens für die Knieendoprothesenversorgung (Erstimplantation und Revision).
Thema: Der primäre endoprothetische Ersatz des Kniegelenks zählt mit ca.150.000 Eingriffen pro Jahr zu den häufigsten durchgeführten Gelenkersatzoperationen in Deutschland. Vorrangiger Grund für den erstmaligen Ersatz des Kniegelenks ist die fortschreitende Arthrose und die damit einhergehenden Bewegungseinschränkungen und Schmerzen. Weitere Ursachen für den vorzeitigen Verschleiß des Kniegelenks sind Fehlstellungen, Fehlbelastungen sowie mangelnde Bewegung und Übergewicht.
Eine (vorzeitige) Revision kann unter anderem notwendig sein, wenn es zu einer Lockerung des Implantats, Instabilität des künstlichen Gelenks, einer ausgedehnten bakteriellen Infektionen oder einem fortschreitenden Verschleiß in den bisher nicht ersetzten Gelenkanteilen kommt.
Mit dem derzeitigen Verfahren zur externen stationären Qualitätssicherung lässt sich durch die sektorale Begrenzung und die immer kürzere Verweildauer die Versorgungsqualität in der Knieendoprothesenversorgung nur unzureichend beurteilen. Aus diesem Grund können Aussagen über Revisionshäufigkeiten und deren Gründe nur sehr eingeschränkt getroffen werden. Um eine langfristige Beurteilung zu ermöglichen, müssen alle an der Versorgungskette beteiligten Leistungserbringer (Orthopäden, Rheumatologen und Unfallchirurgen) sowohl im ambulanten als auch im stationären Sektor in der Qualitätssicherung berücksichtig werden. Hierbei sollte ebenfalls die Patientenperspektive angemessen abgebildet werden.
Weitere Informationen, wie Laufzeit, Zielsetzung und Termine erfahren Sie hier:
Scoping-Workshop: Am 06. April 2011 fand im AQUA-Institut in Göttingen ein Scoping-Workshop mit Vertretern von Fachgesellschaften und Interessenverbänden statt. In zahlreichen Vorträgen ausgewiesener Experten aus dem Bereich der Knieendoprothesenversorgung sowie engagiert geführter Diskussionen wurde die Bandbreite des Themas aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Durch den Scoping-Workshop, der der Entwicklung im Panel-Verfahren vorgeschaltet ist, konnten wichtige Impulse für das Verfahren erzielt werden.
AQUA-Institut
Dr. Jörg Eckardt
Orthopädische Klinik, Charité
Georg Matziolis, Carsten Perka
Klinikum Bad Hersfeld
Dr. Rüdiger Volkmann
Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim
Dr. Tanja Kostuj
AQUA-Institut
Hendrik Siebert
Patientenvertretung
Cordula Mühr, Werner Dau
Schön Klinik Hamburg Eilbek
Karina E. Bohlen
Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern
P. Huchzermeier, T. Ruffing
