§ 137a SGB V –
für eine bessere
Versorgung der
Patienten

Vermeidung nosokomialer Infektionen:
Postoperative Wundinfektionen

Auftrag zur Entwicklung eines Qualitätssicherungsverfahrens

Auftrag: Das AQUA-Institut wurde mit der Entwicklung von  Qualitätsindikatoren, Instrumenten und der damit verbundenen Dokumentation für zwei sektorenübergreifende Qualitätssicherungsverfahren zur Vermeidung nosokomialer Infektionen beauftragt. Eines dieser Verfahren umfasst das Themengebiet der postoperativen Wundinfektionen „nach Eingriffen, die sowohl stationär als auch ambulant oder ambulant im Krankenhaus erbracht werden können“.

Thema: Nosokomiale Infektionen – im Sinne von Infektionen, die in Folge von therapeutischen und pflegerischen Maßnahmen in medizinischen Behandlungs- und Pflegeeinrichtungen auftreten - stellen ein ernst zu nehmendes Problem in der medizinischen Versorgung dar. Derzeit wird von jährlich ca. 400.000 – 600.000 Fällen nosokomialer Infektionen in Deutschland ausgegangen, von denen bis zu 30% als vermeidbar gelten[1]. Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass jährlich etwa 225.000 Patienten in Deutschland von postoperativen Wundinfektionen betroffen sind[2]. Das mit dem zu entwickelnden Qualitätssicherungsverfahren verbundene Ziel ist eine sektorenübergreifende Verbesserung der Prävention sowie die Verringerung nosokomialer Infektionen.

[1] Gastmeier, P; Brunkhorst, F; Schrappe, M; Kern, W; Geffers, C. Wie viele nosokomiale Infekte sind vermeidbar? Deutsche Medizinische Wochenschrift 2010, 135(3): 91-93.

[2] Robert-Koch-Institut. Epidemiologisches Bulletin. Aktuelle Daten und Informationen zu Infektionskrankheiten und Public Health. Epidemiologisches Bulletin 2010, 36.

 

 Weitere Informationen, wie Laufzeit, Zielsetzung und Termine erfahren Sie hier:

 
Termine
Im Zuge einer Auftragsklärung mit den Gremien des Gemeinsamen Bundesausschusses wurde die Verfahrensentwicklung am 19. April 2012 zunächst unterbrochen. Wir werden Sie an dieser Stelle informieren, sobald es weiter geht. 

 

Scoping-Workshop: Am 12. Dezember 2011 fand in Göttingen ein Scoping-Workshop mit Vertretern von Fachgesellschaften und Interessenverbänden statt, auf dem das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet wurde. In Vorträgen wurden bestehende Initiativen, Forschungsergebnisse und weitere Erkenntnisse zur Vermeidung von nosokomialen Infektionen dargestellt. Der Scoping-Workshop ist der eigentlichen Entwicklung im Panel-Verfahren vorgeschaltet.

Vorträge und Präsentationen der Teilnehmer am Scoping Workshop: