Cholezystektomie
Entfernung der Gallenblase
Ergebnisse
Qualitätsindikatoren
Beschreibung
Das Gallensteinleiden (Cholelithiasis) ist die häufigste Erkrankungsform der Gallenblase und der Gallengänge. Ca. 15 bis 20 % der Bevölkerung sind sogenannte Gallensteinträger, wobei der Frauenanteil etwa 2/3 beträgt. Die meisten Patienten mit Gallensteinen bleiben beschwerdefrei (asymptomatisch) und müssen nicht behandelt werden.
Charakteristische Anzeichen von schmerzhaften Gallensteinen (symptomatische Cholezystolithiasis) sind heftige Schmerzattacken von mehr als 15 Minuten Dauer im mittleren oder rechten Oberbauch, die auch in den Rücken oder die rechte Schulter ausstrahlen können. Zuweilen treten auch Übelkeit und Erbrechen auf. Der Nachweis von Gallenblasensteinen erfolgt vor allem durch eine Ultraschalluntersuchung.
Die typische Behandlung schmerzhafter Gallensteine, die sich in der Gallenblase befinden, ist die operative Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie). Über 190.000 solcher Eingriffewerden jährlich in Deutschland durchgeführt, wobei in ca. 90 % aller Fälle die laparoskopische Cholezystektomie (Entfernung der Gallenblase mittels sog. Schlüssellochchirurgie) zum Einsatz kommt. Neuere Verfahren, in denen der operative Zugang über natürliche Körperöffnungen (NOTES) wie beispielsweise die Scheide erfolgt, können hinsichtlich ihrer Risiken noch nicht sicher eingeschätzt werden. In seltenen Fällen kann auch eine Entfernung schmerzfreier Gallenblasensteine im Rahmen einer aus anderen Gründen durchgeführten Bauchoperation sinnvoll und notwendig sein (Begleit-Cholezystektomie).
Bei der operativen Versorgung eines Gallensteinleidens können teilweise schwerwiegende Komplikationen wie zum Beispiel Verletzungen der Gallenwege oder der Blutgefäße auftreten. Diese lassen sich auch bei sicherer Beherrschung der operativen Techniken und unter Berücksichtigung aller Sicherheitsmaßnahmen nicht immer vermeiden. Die Häufigkeit dieser Ereignisse wird im Rahmen der externen Qualitätssicherung beobachtet und analysiert.
Fachdisziplin: Allgemein- und Gefäßchirurgie
Verfahrenstyp: indirekt
Modul-Nr.: 12/1
Fachgruppe: Viszeralchirurgie
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