Karotis-Rekonstruktion
Operation der Halsschlagader
Ergebnisse
Qualitätsindikatoren
Beschreibung
Die Halsschlagader (Karotis/Arteria carotis) versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und lebenswichtigen Nährstoffen und gilt deshalb als das wichtigste Blutgefäß. Eine Verengung (Stenose) oder ein Verschluss der Karotis mit entsprechender Mangeldurchblutung (Ischämie) des Gehirns kann schwerwiegende Folgen wie einen Schlaganfall (Apoplex) nach sich ziehen. Die Hauptursache der Verengung der Schlagadern ist die Arterienverkalkung (Arteriosklerose).
Die Karotis-Rekonstruktion ist ein operativer Eingriff, bei dem eine Verengung der Halsschlagader behoben und ein drohender Schlaganfall verhindert wird. Die Art der Behandlung einer Karotisstenose richtet sich nach dem Grad der Verengung. In leichteren Fällen reicht eine medikamentöse Therapie, in schwereren Fällen bedarf es eines chirurgischen Eingriffs. Die Angaben zum Stenosegrad sind nach der NASCET-Methode dokumentiert. NASCET (North American Symptomatic Carotid EndarterectomyTrial) ist der Name einer randomisierten Studie, in der der Stenosegrad mit Hilfe der Angiographie (Darstellung von Blutgefäßen mittels bildgebender Verfahren) bestimmt wird.
Bei Operationen an der Karotis kommen zwei unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Bei der sogenannten Thrombendarteriektomie (TEA) werden die Ablagerungen aus dem Blutgefäß entfernt, um den Blutfluss wieder herzustellen. Alternativ kann das Gefäß auch durch einen Ballonkatheter aufgeweitet und mittels eines eingesetzten Drahtgeflechts (Stent) dauerhaft offen gehalten werden. Das letztgenannte Verfahren ist bisher nicht Gegenstand der Qualitätssicherung bei Karotisstenosen.
Bei der Einführung des Qualitätssicherungsverfahrens wurden Versorgungsdefizite besonders in Bezug auf die Indikationsstellung und auf operationsbezogene Komplikationen vermutet. Die Dokumentation zur Qualitätssicherung ist folglich auf die Eckpunkte der richtigen Indikationsstellung bei Karotisstenose - mit oder ohne Beschwerden (symptomatisch/asymptomatisch) -, Schlaganfälle im zeitlichen Umfeld der Operation und Tod ausgerichtet.
Fachdisziplin: Allgemein- und Gefäßchirurgie
Verfahrenstyp: indirekt
Modul-Nr.: 10/2
Fachgruppe: Gefäßchirurgie
Themenspezifische Informationen zur Datenerfassung finden Sie hier: Datenservice/Downloads
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