Nierenlebendspende
Ergebnisse
Qualitätsindikatoren
Beschreibung
Im Jahr 2009 wurden in Deutschland etwa 2.700 Nieren transplantiert. Da der Bedarf bei Weitem die Anzahl der verfügbaren Organe übersteigt, wurde ca. jede fünfte Niere per Lebendspende zur Verfügung gestellt.
Die Lebendorganspende ist von einer intensiven ethischen Diskussion begleitet, da hier Operationen an gesunden Menschen durchgeführt werden. Voraussetzungen für eine Lebendspende sind der gute Gesundheitszustand des Spenders und die Freiwilligkeit der Spende, die durch eine unabhängige Lebendspende-Kommission geprüft wird. Vor diesem Hintergrund erlaubt das deutsche Transplantationsgesetz die Nierenlebendspende ausschließlich an Verwandte ersten und zweiten Grades, an Ehegatten und Verlobte sowie andere Personen, die dem Spender „in besonderer persönlicher Verbundenheit offenkundig nahestehen".
Das Qualitätssicherungsverfahren Nierenlebendspende bezieht sich ausschließlich auf den Spender. Bei der Lebendspende soll durch bestmögliche Qualität der medizinischen Behandlung und durch sorgfältige präoperative Bewertung des Spenders ein Höchstmaß an Sicherheit erreicht werden. Es gilt, jegliche Komplikationen für den Spender zu vermeiden.
Seit 2006 besteht im Leistungsbereich Nierenlebendspende für alle deutschen Krankenhäuser eine Verpflichtung zur Teilnahme an der externen vergleichenden Qualitätssicherung. Während bisher ausschließlich 1- bzw. 2-Jahres-Daten zur Verfügung standen, liegen im Erfassungsjahr 2009 auch Verlaufsdaten für drei Jahre nach der Lebendspende vor.
Fachdisziplin: Transplantationsmedizin
Verfahrenstyp: direkt
Modul-Nr.: NLS
Fachgruppe:
Pankreas- und Nierentransplantation
Themenspezifische Informationen zur Datenerfassung finden Sie hier: Datenservice/Downloads
keine vorhanden